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„Schatz, die Halde heute war wunderschön!“

Hier kriegst du voll das Naturupdate! Den neuen DLC zum Wandererlebnis!

„Lass mich Dir berichten! Also wir waren heute wieder wunderschön unterwegs gewesen, mitten in der Sonne und den Insekten im Wald oben. Wo oben? Im Forst! Wir sind den Weg hinterwärts gegangen, weil wir wissen wollten, ob man die alten Wege in den Steinbruch bei Coppanz noch finden kann. Na und was soll ich sagen – wir haben einen gefunden, der schon länger existiert, und den Steinbruch auch. Aber ich sage dir: also der Wald war geil wie immer, keine Frage, aber schon am Wegrand lag wieder ein Müllloch, mit allem möglichen Kram drin: Ofenreste, Gläser, zersetzende Schläuche, Plaste ohne Ende, und so weiter. Und weißt du, wie ich es gefunden habe? Weil eine kleine Flasche am Wegrand lag. Die gehört hier nicht hin, dachte ich. Und bums – erkannte ich die Plastereste daneben. Dann schaute ich mich um und erkannte die alte Müllablagerung fünf Meter weiter. Ey, zwei auf zwei Meter, und vielleicht wird das Ding einen halben oder einen ganzen Meter tief sein. So etwas zugemoost schon, aber noch gut erkennbar. Und die dicken Schläuche, die zerfielen schon!

Aber naja, weiter gings. Der Weg hörte dann auch bald auf und wir standen am Rand der Geröllfelder, von dem Steinbruch eben. Konnte man noch voll gut sehen, weil die Gesteinsbrocken noch etwas frei lagen. Und dann war auch schon wieder ein Glashaufen im Laub. So typisch, dass man nur zehn Stücke sieht und der Rest liegt drunter. Und dann gings weiter, Schlag auf Schlag. Hier die Bilder, siehst du? Wenn wir nach links gingen, wurde die Halde flacher, nur so ein Meter oder anderthalb hoch. Aber alles voll mit Scheiß! Übelster Kram – Asbest, Reifen, Schuhe, Glas, Kanister, Metall und Plaste in allen Ausführungen. Der Hammer war dann noch, dass wir im Steinbruch eigentlich nur auf Flaschen und Bauschutt standen. Wenn man weiter nach rechts geht, kommt man dann in den Bereich, wo die den Steinbruch befüllt haben. Wir standen die ganze Zeit fast nur auf Müll! Man musste sich das erstmal bewusst machen – eine Minute stehen und ins Gras schauen und dann sah man die ganzen Flaschen durch die Halme. Abgefahren! Und vor uns, vier Meter hoch oder höher, die Haldenwand! Das war voll krass, weil ja auch alles voller Wildwuchs und toller Wildheit war. Tote Bäume, viel Gebüsch und Gesträuch, alles voller Insekten. Aber eben auch alles voller Müll! In dem Haldenrand hat sogar ein Tier ein Bau gebaut, da sah krass aus! … Was? Ja, na klar haben wir uns eingekriegt, aber echt, du kriegst dort voll das Naturupdate! Was so in den Zeitungen steht, nee nee, ich glaubs immer weniger. Demnächst jedenfalls wollen wir zu nem anderen Ding, das auch mal anschauen. Im Sommer sieht das voll abgefahren aus, weil halt alles schön grün ist und blüht, und dann siehst du den ganzen Kram auf den zweiten Blick. Und je genauer du hinschaust, umso schlimmer ist es dann irgendwie. Naja, vielleicht ists auch halb so wild. Aber erzählt muss es mal werden!“

 

Fotos: Lars Polten