Blog

Und da sind wir einfach barfuß durchs Gras gelaufen.

Stromern am 07. Juni auf den Kernbergen. Zum Glück mit Diktiergerät.

 

Und da sind wir einfach barfuß durchs Gras gelaufen.
Bei der Hitze. So ein bisschen ziellos.
Die Grillen zirpten, und Vögel zwitscherten.

Es kommt ein unglaublicher Wust an Gedanken hoch.
Und sortiert sich, wie im Schlaf.
Alles spielt, flattert. Alles wiegt und steht und liegt.
Und schon wieder sind tausend Sachen gedacht.
Und es summt, und zirpt, und zilpt um einen.

Und die Samengräser bleiben zwischen den Zehen hängen.
Und Tautropfen spiegeln sich auf der Haut. Im Sonnenlicht.
Und es ist ganz still.

Hunderte Eindrücke. Und alle zur freien Auswahl.
Und Musik im Kopf. Und Stille wieder.
Dann plätschern ein paar Worte.
Es ist unbeschreiblich herrlich. Und gratis.
Und es ändert sich ständig.
Alles raschelt auf hundert verschiedene Arten.
Und es knackt auf Dutzende Arten.
Jeder Waldrand anders, jede Wiese, jeder Winkel.
Und Moos. Und wie sich das Wasser darin sammelt, und kühlend gegen die Füße quillt.
Und Gescharrtes von Wild, und Wechsel von Wild.

Und Rotklee, der lila vor sich hinstrahlt.
Und Weiß und Gelb, und helles Grün und dunkles Grün.
Es ist nicht beschreibbar, und wirkt doch.

Jede Perspektive lässt sich einnehmen.
Freudvolle und angstvolle.
Während man neben dem raschelnden Blättern geht,
und besonnt wird, und bewindet wird, und bestreift wird.
Und man selbst streift und ausstrahlt und atmet.
Und dann taucht man auf. Man taucht auf.
Man erwacht wie aus einem Traum, und geht einfach weiter, und weiter.
Und neue Situationen kommen und reihen sich aneinander.
Eine Schafherde.
Die hörbare Umgebung verändert sich, und die Wahrnehmung verändert sich.
Die aktiven Tiere erfordern ihren Raum.
Oder ein Paar mit Hund, was des Wegs kommt. Und der Hund,
überdrüssig des an der Leine Gehens, zieht und springt.
Und wir kommen kurz ins Gespräch, tauschen uns aus.

Inmitten dieser Myriaden von Grillen, Vögeln und der Raschelei,
den Bienen und Fliegen, und Ästen und Gräsern, und Wind und Sonne.

Mein Gott, kehrten wir verbrannt zurück. Bis bald auf dem Weg 🙂